Wie krank darf ein Krankenhaus sein?

Bild: Sasin Tipchai auf Pixabay

Die Redaktion der einzig verbliebenen Soester Tageszeitung – der Soester Anzeiger – bittet die Soester Ratsfraktionen zu aktuellen Soester Fragen und Themen Stellung zu beziehen. Dazu werden in der Rubrik „Thema der Woche“ die Antworten der im Rat vertretenen Parteien wöchentlich abgedruckt, so sie denn geantwortet haben. An dieser Stelle können Sie die Antworten und Positionen der Soester Sozialdemokraten nachlesen.

„Frage der Woche“ – Statement der SPD Soest vom 03.10.2019:

Haushalt muss Krankenhaus stützen

Der Versorgungsauftrag der städtischen Einrichtung Klinikum wird, anders als im Kath. Hospitalverbund, nicht unter der Maxime der Finanzoptimierung geführt. Sonst wäre für Tausende Kinder, Frauen und Senioren die auf ihre Krankheitsrisiken spezialisierte Versorgung wegrationalisiert worden. Mitarbeiter, Patienten und Angehörige wären damit durch Pendelei nach Unna oder Dortmund belastet. Der kommunale Haushalt ist dazu da, die Investitionen aller seiner  Einrichtungen zu stützen, bei denen die externe Kostendeckung nicht reicht, u. a. bei Wirtschaftsförderung, Aqufun, Stadthalle. So hat der Rat beschlossen, notwendigen, zukunftsichernden Investitionen auch fürs Klinikum den finanziellen Rückhalt zu leisten. Die Eigenständigkeit ist die gesicherte Option für Soest. Soll aus den Fusionsverhandlungen ein Erfolg für die Menschen werden, müsste mit dem Hospitalverbund eine einhäusige Weiterentwicklung aller Leistungen beider Soester Einrichtungen nach dem medizinischen Konzept des Generationenkrankenhauses erzielt werden. Für die Nachhaltigkeit der Vereinbarungen im Sinne des gesetzlichen Versorgungsauftrags und auch der Arbeitnehmerschaft  wird dazu die effektive kommunale Überwachung des gemeinsamen Hauses benötigt.