Schnell mal in die Stadt – aber wie?

Bild: Alfred Gewohn

Die Redaktion der einzig verbliebenen Soester Tageszeitung – der Soester Anzeiger – bittet die Soester Ratsfraktionen zu aktuellen Soester Fragen und Themen Stellung zu beziehen. Dazu werden in der Rubrik „Thema der Woche“ die Antworten der im Rat vertretenen Parteien wöchentlich abgedruckt, so sie denn geantwortet haben. An dieser Stelle können Sie die Antworten und Positionen der Soester Sozialdemokraten nachlesen.

Ortsgespräch „Thema der Woche“ – Statement der SPD Soest vom 14.11.2019:

Mobilität im ländlichen Raum ist essentiell.

Der Besitz eines Autos darf nicht Voraussetzung für Mobilität sein. Die Lebensqualität in unseren Ortsteilen muss auch ohne Auto hoch sein. Dennoch ist Mobilität im ländlichen Raum essentiell. Es braucht daher kluge und vor allem bedarfsgerechte Angebote und Lösungen. Gerade wo die Bevölkerung zunehmend älter wird. Unser Rats-Antrag „Verkehrswende“ vom Oktober fordert solche Lösungen.

Wir wollen einen reizvollen Umstieg vom privaten Pkw aufs Rad oder in den ÖPNV: Dazu gehören mehr Busfahrten (kürzere Zeittakte), auch abends und am Wochenende. Günstige Tickets für Bus und Bahn: Ein Einzelticket sollte maximal 1 Euro kosten. Gute Haltestellen müssen überdacht, windgeschützt, beleuchtet, barrierefrei gestaltet sein.

Überdachte, abschließbare Abstellbereiche für Fahrräder. Mobilstationen an Bushaltestellen mit integriertem Angebot von Leihrädern und e-Ladesäulen für Fahrräder. Zusätzliche und bessere Radwege machen den Radverkehr sicherer. Reaktivierung des Schienenverkehr-Haltepunktes Ostönnen.

Es braucht mehr Anreize fürs gemeinsame Auto-Fahren, wie die erste „Mitfahrerbank“ in Meckingsen, eine Förderung von Fahrgemeinschaften durch Arbeitgeber. Taxibus und Anrufsammeltaxi helfen bei geringer Nachfrage.

Die finanzielle Unterstützung von e-Autos sollte eher in der Hand des Bundes bleiben. Es braucht aber Finanzmittel der Stadt zur besseren Anbindung der Ortsteile; ein Projekt Bürgerbus sollte darum von einem tatkräftigen Bürgermeister finanziell „angeschoben“ werden.