Muss Soest auf Windkraft setzen?

... regenerativ vor fossil!
Windkrafträder in der Soester Börde. Im Hintergrund das Steinkohle-Kraftwerk Westfalen in Hamm-Uentrop. Bild: Alfred Gewohn

Die Redaktion der einzig verbliebenen Soester Tageszeitung – der Soester Anzeiger – bittet die Soester Ratsfraktionen zu aktuellen Soester Fragen und Themen Stellung zu beziehen. Dazu werden in der Rubrik „Thema der Woche“ die Antworten der im Rat vertretenen Parteien wöchentlich abgedruckt, so sie denn geantwortet haben. An dieser Stelle können Sie die Antworten und Positionen der Soester Sozialdemokraten nachlesen.

Ortsgespräch „Thema der Woche“ – Statement der SPD Soest vom 21.11.2019:

Strom regenerativ aus der Region

Regenerative Energien aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse sind die Basis für eine klimafreundliche Energieversorgung. Wir müssen sie weiter ausbauen. Ihr Strom sollte aus der Region stammen.

Standorte für Windräder sollten nach objektiven Zumutbarkeitskriterien festgelegt werden, die drängende Klimabelange einbeziehen. Höhe des Rades und Entfernung von den Dörfern müssen im akzeptablen Verhältnis zueinanderstehen. Dabei sind Nachfolge-Windräder vorzuziehen, wenn sie bei gleicher Höhe eine höhere Energieausbeute erreichen können.

Auch andere Standorte auf dem Gebiet der Stadt sind zu prüfen.

Kluge Vergütungssysteme sind zu entwickeln, die neben dem Investor auch Grundeigentümer, Nachbarschaft und Kommune berücksichtigen oder als Kooperation von Stadtwerken und Genossenschaften agieren. Viel mehr Photovoltaik-Flächen auf Gewerbegebäude und auf Mietshäuser als bisher. Mehr Anreize zum Energiesparen. Höhere CO2-Abgabe als geplant. Umfassende energetische Sanierung von Gebäuden. Ausbau von ÖPNV und mehr Radverkehr; Einschränkung des Verkehrsraumes für Autos. Abkehr von Gasleitungen in Neubaugebieten – eher  Wärmepumpen.

Die Stadtwerke sind an Windparks vor Borkum und in Laubersreuth beteiligt. Auch heimische Windräder sollten sie betreiben. Abkehr von der Kohleverstromung. Stadtwerke-Photovoltaik mit Speicherung auf allen Dächern der Stadt.