Braucht das Ehrenamt mehr Wertschätzung?

Bild: Feuerwehr Soest

Die Redaktion der einzig verbliebenen Soester Tageszeitung – der Soester Anzeiger – bittet die Soester Ratsfraktionen zu aktuellen Soester Fragen und Themen Stellung zu beziehen. Dazu werden in der Rubrik „Thema der Woche“ die Antworten der im Rat vertretenen Parteien wöchentlich abgedruckt, so sie denn geantwortet haben. An dieser Stelle können Sie die Antworten und Positionen der Soester Sozialdemokraten nachlesen.

Ortsgespräch „Thema der Woche“ – Statement der SPD Soest vom 05.12.2019:

Beste Würdigung im Arbeits-Erfolg

Jeder uneigennützige Einsatz für die Gemeinschaft verdient unseren Respekt und Würdigung. Der Facettenreichtum ist an dieser Stelle nur unvollständig zu erfassen, weil wir ihn auf allen Feldern des sozialen Lebens antreffen: Umwelt, Sport, Gesundheit, Integration, Inklusion, Rechtspflege, Kultur, Nachbarschaft, engagierte Mitwirkung an Bürgerbeteiligung, Schule, Kita, Schutz und Sicherheit und vieles mehr. Jeder Ansatz, dieses zu würdigen, wird von uns unterstützt. Die beste Würdigung empfinden so verstandene Ehrenamtliche im Erfolg ihrer Arbeit. Diesen zu fördern ist unsere vordringliche Aufgabe auch im Sinne der vielen „stillen“ Wohltäterinnen und Wohltäter. Mit der Ehrenamtskarte können wir dem Einsatz der Ehrenamtlichen eine kleine Wertschätzung entgegenbringen und es ist gut, wenn sich dabei möglichst viele Einrichtungen an Vergünstigungen z. B. im Einzelhandel oder bei städtischen Angeboten beteiligen. Für herausragende ehrenamtliche Tätigkeiten kann darüber hinaus der Bürgerpreis oder die Ehrenplakette verliehen werden. Diese Möglichkeit einer besonderen Ehrung soll und muss es auch weiterhin geben.

Dabei ist freiwilliges Engagement wichtiger denn je, zumal sich unsere Gesellschaft immer weiter individualisiert und Kommunikation zunehmend „online“ stattfindet. Um das Ehrenamt stärker präsent zu machen, bieten sich Ehrenamtstage an, wie sie bereits stattgefunden haben. Weitere Veranstaltungen auch in den Stadtteilen sind wünschenswert. Möglich sind auch kleine Stadtteilbudgets, die im Rahmen des städtischen Haushalts zur Verfügung gestellt werden und für die sich Vereine und Nachbarschaften bewerben können, um „ihr“ Projekt vor Ort konkret umzusetzen.

Sandra Wulf