9. November – Stilles Gedenken am Kirmes Samstag?

Bild: Alfred Gewohn

Die Redaktion der einzig verbliebenen Soester Tageszeitung – der Soester Anzeiger – bittet die Soester Ratsfraktionen zu aktuellen Soester Fragen und Themen Stellung zu beziehen. Dazu werden in der Rubrik „Thema der Woche“ die Antworten der im Rat vertretenen Parteien wöchentlich abgedruckt, so sie denn geantwortet haben. An dieser Stelle können Sie die Antworten und Positionen der Soester Sozialdemokraten nachlesen.

Ortsgespräch „Thema der Woche“ – Statement der SPD Soest vom 24.10.2019:

Wir müssen junge Menschen mitnehmen.

Der Angriff auf die Synagoge in Halle, die Zunahme antisemitischer Anfeindungen gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger und die offene Bedrohung von Menschen, die sich für Geflüchtete einsetzen, zeigen, dass wir endlich mehr tun müssen gegen den zunehmenden Antisemitismus und Rechtsruck in der Gesellschaft. Dieses Handeln beginnt vor Ort. Durch die Gedenkstunde rund um den Jahrestag der Reichsprogromnacht und eine weitere Gedenkveranstaltung zur Reinigung der Stolpersteine am 27. Januar in Gedenken an die Befreiung von Auschwitz, wie sie zukünftig vom Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Sozialwesen durchgeführt werden soll, wird die Erinnerung an die schrecklichen Taten der Nationalsozialisten auch in unserer Stadt wachgehalten. Dabei müssen wir insbesondere junge Menschen mitnehmen: Was in anderen Städten funktioniert, wo ganze Schulklassen an Gedenkveranstaltungen zum 9. November und 27. Januar teilnehmen, muss auch in Soest möglich sein. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Schulen und dafür werden wir weiter werben. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, im Rahmen des Jugendforums gezielt die Themen Antisemitismus und Populismus zu diskutieren und die Erinnerungsarbeit in der Kulturpolitik stärker in den Fokus zu stellen.

Sandra Wulf
Vorsitzende des SPD Ortsvereins

s.a. Statement zum Angriff auf die Synagoge in Halle