Bild: a.gewohn - soest

Vier Vorschläge, um den Umweltschutz in Soest besser zu machen

Die Zahlen legen es deutlich dar: Soest wird immer heißer. Die Durchschnittstemperaturen steigen. Oft genug war Soest sogar bundesweit Spitze. Gerade die Innenstadt wird zum Kochtopf. Das liegt auch an der dichten Bebauung und zu wenigen Bäumen in der Stadt. Unser Ziel ist es, hier Abhilfe zu schaffen. Dabei geht es um folgende Maßnahmen, die wir umsetzen wollen:

… mit Unterschriftenaktion Volksinitiative Artenvielfalt NRW 

1. Mehr Umweltschutz durch Flächenrecycling

 Statt immer neue Ackerflächen als Wohngebiete auszuweisen, wie zuletzt im Soester Norden geschehen, ist es unser Ziel, die Nachnutzung ehemaliger Gewerbe- genauso wie brachliegender Wohn- oder Mischflächen weiter voranzutreiben. Das gilt für die Nutzung von Flächen für die Ansiedlung von Gewerbe genauso wie die Umwandlung in Wohnflächen, wie dies z. B. zukünftig auf dem ehemaligen Gelände der Canaal-Van-Wessen-Kaserne passieren soll. Die Idee, hier u. a. ein neues Wohngebiet zu schaffen, geht auf die Soester SPD zurück. Dieses „Flächenrecycling“ ist zugleich ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, um nicht immer mehr Acker- und Wiesenflächen der Versiegelung preiszugeben.

 

2. Mehr Umweltschutz durch mehr Grünanlagen in Soest

Soest braucht mehr Bäume und Pflanzen in der Stadt! Bäume sind in der Altstadt an vielen Straßen und Plätzen leider Mangelware. Stattdessen ist gerade im Sommer brütende Hitze auf Asphalt angesagt. Herausragendes Negativbeispiel ist hier der Hansaplatz: Kein einziger Baum weit und breit. Wir setzen uns daher für ein umfangreiches Baumanpflanzungsprogramm ein. Nicht nur 500 Bäume sondern mehr! Nicht nur auf dem Wall, sondern auch an Straßen und Plätzen sollen, wo immer möglich, neue Bäume gepflanzt werden, Grünflächen entstehen und versiegelte Flächen zurückgebaut werden. Auch für die Fußgängerzone wünschen wir uns mehr Bepflanzung: Nicht nur Geranien an den Laternen, sondern auch Sträucher und Bäume, die das ganze Jahr über wachsen können.

 

3. Unser Ziel: Die städtischen Parkanlagen verbessern!

Soest hat tolle Parkanlagen, keine Frage. Der Theodor-Heuss-Park leidet aber unter der Nutzung für städtische Veranstaltungen. Wir wollen die Grünflächen des Parks schonen! Mit der richtigen Pflege soll die Artenvielfalt in unserer Stadt zudem erhalten und verbessert werden. Wildblumenwiesen statt einfacher Rasenflächen sind hier das richtige Mittel (auch außerhalb der Parkanlagen) genauso wie Hecken und Sträucher, um Insekten zu schützen. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass der Stadtpark um eine weiteren Anpflanzungsfläche in östlicher Richtung zur nahen B 475 hin erweitert wird. Unser Ziel ist es, die bestehenden Parkanlagen noch grüner zu machen und auf Dauer zu erweitern.

4. Weniger Steine, mehr Blumen und Pflanzen in Soests Gärten!

Das Anlegen von Steingärten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Was zunächst schön aussieht, ist auch eine Gefahr für die Natur. Regenwasser kann kaum im Boden versickern und Bienen und Insekten finden hier keinen Lebensraum. Wir setzen uns daher dafür ein, dass in Neubaugebieten zukünftig die Anlage von grünen Gärten vorgeschrieben wird. Dafür sollen im jeweiligen Bebauungsplan entsprechende Vorgaben gemacht werden. Soest braucht mehr Pflanzen und Bäume in den Gärten statt Steine und Schotter. So kann jeder Bürger und jede Bürgerin auch direkt vor seiner bzw. ihrer Haustür aktiven Klima- und Umweltschutz betreiben.

Ein besserer Umweltschutz für Soest!

Wir setzen uns für die Anpflanzung von mehr Bäumen, Sträuchern und Wildblumenwiesen in Soest ein: Das gilt für Straßen, Plätze und Wege genauso wie für öffentliche Parkanlagen und private Gärten. Damit können wir alle zu einem besseren Umweltschutz in Soest beitragen. 


Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Ein breites Bündnis aus Natur- und Umweltschutzverbänden  hat im Juli die Volksinitiative Artenvielfalt in NRW gestart.  Mit möglichst vielen Unterschriften soll die CDU/FDP-Landesregierung dazu gebracht werden, endlich gesetzlich für mehr Artenschutz zu sorgen.

  • 12​ Fußballfelder verschwinden täglich unter Beton.
  • 18 Mio.Vögel sterben jährlich durch Kollision an Glasfassaden.
  • 55 % der Schmetterlingsarten in NRW sind gefährdet.

Und darum geht es:

Folgende 8 Handlungsfelder und Maßnahmen für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen sollen umgesetzt und verbindlich in die Landesgesetze und die entsprechenden Programme aufgenommen werden.

  1. Flächenfraß verbindlich stoppen
  2. Schutzgebiete wirksam schützen
  3. Naturnahe und wilde Wälder zulassen
  4. Naturverträgliche Landwirtschaft aktiv voranbringen
  5. Biotopverbund stärken und ausweiten
  6. Lebendige Gewässern und Auen sichern
  7. Artenschutz in der Stadt fördern
  8. Nationalpark in der Senne ausweisen

Jede Unterschrift zählt – Hier geht es zur Volksaktion …