Wir dürfen nicht länger zusehen!

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Angesichts der dramatischen Lage, in der sich so viele Menschen an der türkisch-griechischen Grenze und in Lagern wie in Libyen befinden und angesichts dessen, dass insbesondere europäische Grenzstaaten wie Griechenland offensichtlich mit der Menge an Menschen, die über ihre Grenzen in die EU kommen, verständlicherweise überfordert sind, ist es ein Gebot der Stunde und der Menschlichkeit, dass auch deutsche Kommunen sich bereit erklären, freiwillig Geflüchtete bei sich aufzunehmen.

Wir tragen hier alle Verantwortung. Insbesondere dann, wenn wir sehen, dass die nationalen Regierungen und die EU seit Jahren keine gemeinsame Lösung zustande bringen, die den Menschen wirklich hilft, die vor Krieg und Gewalt fliehen. Der jetzt auf Bundesebene gefundene Kompromiss kann nur ein erster Schritt sein und erfordert zügige Umsetzung. Auch in Soest sind Ressourcen und Wohnplätze in allen Stadtteilen vorhanden. Hier gibt es viele Bürger, die sich ehrenamtlich für die „neuen Nachbarn“ engagieren. Dieses Engagement hat sich in 2015 deutlich gezeigt. Wir haben auch aus der Situation in 2015 gelernt und ein Konzept für die Integration von Geflüchteten verabschiedet, das alle Unterstützungswege aufzeigt und zusammenführt. Soest kann mehr! Wir dürfen nicht länger zusehen und auf höhere Stellen in Berlin und Brüssel verweisen, sondern müssen uns unserer sozialen Verantwortung stellen.

Sandra Wulf