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Meldung:

04. Dezember 2018

PRESSEINFORMATION

• Angesichts der relativ geringen Zahl an Bäumen in unserer Stadt (auf die Gesamtfläche der Stadt bezogen),
• angesichts der Notwendigkeit, sowohl Klimawandel wie Klimaanpassung u.a. mit sehr viel Grün zu begegnen,
• angesichts der deutlich existierenden Sorge der Bevölkerung unserer Stadt, man tut zu wenig für die Bäume,
erfolgen im Jahr 2019 abgestimmte Aktivitäten zur Vermehrung des Grüns in der Stadt, insbesondere verschiedenste Baumpflanzungen.

Es muss ein positiver Stimmungswandel in der Bevölkerung geschaffen werden. Wir müssen wegkommen von der Haltung, „Die bei der Stadt tun ja nichts für unsere Natur. Sie holzen ja nur alle Bäume weg. Sie wollen Hunderte von Linden auf den Wällen fällen.“

Das Gegenteil ist der Fall. In Soest geht man durchaus sensibel mit unserer Natur um. Wir haben den Bürgerwald. Klimaschutz- und Klimaanpassung sind in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen. Daher muss nun deutlich werden, dass Rat und Verwaltung gemeinsam das „Große Baumpflanzprogramm“ in 2019 angehen wollen.


Dabei sollten recht schnell folgende Projekte umgesetzt werden:

Verbreiterung der Basis für die jährliche Baumspendenaktion: Das jährliche Pflanzfest im Bürgerwald am Endlosen Weg im November ist nur ein kleines Licht – verglichen mit dem was in der Bürgerschaft möglich wäre: Jedes Jahr könnten 100 Bäume mehr gespendet werden, vielleicht als Gewinn beim Adventskalender der heimischen Serviceclubs, vielleicht als Weihnachtsspende gegenüber Geschäftspartnern.

Erweiterung des Bürgerwaldes im Soester Norden durch Ankauf weiterer Flächen: Wenn mehr Bäume gespendet werden, reicht bald der Platz im Bürgerwald nicht mehr. Es muss eine weitere Fläche her! Die Stadt sollte möglichst im Umfeld eine weitere Fläche ankaufen. Soweit eine landwirtschaftliche Fläche zu Wald wird, ist sie nicht verloren im Vergleich zur Bebauung mit Gebäuden oder Straßen. Und eine Fläche nahe dem Bürgerwald bildet in Zukunft ein zusammenhängendes Biotop.

Straßenbäume pflanzen: Sowohl in der Altstadt, in der Kernstadt wie auf den Dörfern und auf den Strecken zwischen ihnen sind Bäume pflanzbar. Bestes Beispiel kann die Brüderstraße werden – wenn man denn will. Es lassen sich zwischen 10 und 20 Säuleneichen unterbringen, ohne Lieferverkehr, Passanten, Besucher und die Kirmes zu gefährden. Wahrscheinlich kann dann nur die Hälfte umgesetzt werden; das Totschlagsargument „Es liegen Leitungen unter eurem Pflanzpunkt“ zieht eben nur zum Teil. Ein gutes Beispiel allerdings ist der neu ausgebaute Müllingser Weg; hier findet sich Platz für genügend Bäume.

Schließung von Lücken bei vorhandenen Baumalleen: Auf dem neu ausgebauten Windmühlenweg, dem neuen Paradieser Weg, in der Thomästraße lässt sich gewiss der eine oder andere Baum an Parkstreifen für Fahrzeuge unterbringen. Wer soll den Vorrang bekommen: Das Auto oder der Baum? Auch die Neu- oder die Nachpflanzung auf Verkehrsinseln und Querungshilfen muss stattfinden; ein einzelner tragischer Unfall vor einem Baum muss nicht den Verzicht auf Bäume bedeuten.

Pflanzung neuer Baumalleen an Straßen: Warum hat die Werler Landstraße keinen Alleen-Charakter? Warum die Niederbergheimer Straße nicht; außerhalb von Müllingsen ist dies möglich? Warum hingegen wirkt die B1 zwischen Soest und Ampen bereits jetzt im dritten Jahr nach der Alleepflanzung so schön? Hier wurde auch ein Sicherheitsabstand zwischen Baum und Straße berücksichtigt.

Pflanzung weiterer Obstbaumalleen: Sie passen gut auf städtische Ackerrandstreifen, die hin und wieder einfach von Landwirten umgepflügt wurden. Es bieten sich die Verbindungswege zwischen Soest und Ampen südlich der B1 an. Obstbäume sollten auch wachsen an den Straßen im neuen interkommunalen Gewerbegebiet Soest / Bad Sassendorf!

Pflanzung weiterer Bäume auf städtischem Grün: Hier zählt jede Wiese mit, die einen Baum vertragen kann. Auch die Grünzüge im neuen, erst in einigen Jahren entstehenden Baugebiet Nord sollten jetzt bereits mit Baumpflanzungen „hochgezogen“ werden.


Die Stadt muss als Begleitmaßnahme zum Großen Baumpflanzprogramm verdeutlichen, dass sie die Nachpflanzung von (in der Regel kranken) zu fällenden Bäumen zeitnah vornimmt. Sie hat einen Nachweis über die Nachpflanzung zu führen. Es sind in jedem Jahr an Nachpflanzungen mindestens doppelt so viele Bäume vorzusehen wie entnommen wurden.

So wie beim Programm zur Energieeinsparung in verschiedenen Wohnquartieren sollte die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger bewegen, Bäume zu pflanzen. Häufig ist noch Platz auf den großen Grundstücken in den alten Wohngebieten. Wenn die Grundstücksgröße in neuen Baugebieten zu gering sein sollte, dann können engagierte Bürgerinnen und Bürger eben einen Baum spenden, der auf öffentlichem Grund steht. Zur Orientierung und als Vorbild kann die Stadt Leipzig dienen:
https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/parks-waelder-und-friedhoefe/spenden-und-patenschaften/baumstarke-stadt/

https://www.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.3_Dez3_Umwelt_Ordnung_Sport/67_Amt_fuer_Stadtgruen_und_Gewaesser/BaumstarkeStadt/Flyer_Baumstarke_Stadt.pdf

Wir erinnern auch gerne an Theodor Nottebohm, den Direktor des Soester Predigerseminars. Er machte das heutige Areal des Stadtparks den Soester Bürgern zum Geschenk. Die Spende lohnte sich: Nottebohm wurde Ehrenbürger der Stadt Soest.



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