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Meldung:

08. Juni 2018

Fusion beider Kliniken – aber auf Augenhöhe!

Die SPD-Fraktion unterstützt bekanntlich das Ziel, durch eine echte Fusion des Marienkrankenhauses (MKH) mit dem Klinikum (KSS) gemeinsam die versorgungssichernden Synergieeffekte zu realisieren.

Dieses Ziel ist realistisch nur auf einem gemeinsamen Standort möglich, der vom KSS am Senator-Schwarz-Ring eingebracht werden kann. Dort sind aber auch vitale Abteilungen des fusionierten Hauses, wie u.a. der Geriatrie, für den Standort Soest zu sichern. Es ist dem Aufsichtsrat nicht verborgen geblieben, dass die Geschäftsführung des Hospitalverbundes Hellweg als übergeordnetes Ziel seiner Firmengruppe darauf - zugestanden - darauf abzielt, beispielsweise Geriatriepatienten vom MKH in ihr Verbundunternehmen nach Werl zu verlegen. Dies müssen Soester Bürger als Patienten des MKH bereits gegenwärtig schon ertragen. Für die Soester ist es entscheidend, dass der unter Führung des KSS für Soest erreichte Versorgungsumfang in Soest erhalten bleibt und weiterentwickelt wird. Vor diesem dominierenden Oberziel ist die Trägerschaft nebensächlich.

Es sollte die Frage beantwortet werden, ob der Hospitalverbund Hellweg in Soest tatsächlich richtig aufgestellt ist.

Diese Erkenntnis sollte den Hospitalverbund Hellweg zu der Überlegung veranlassen, ob es nicht sinnvoll ist, seinen 100-prozentigen Anteil an (einem nur zu Teilleistungen entwickelten MKH) gegen einen nach der Leistungsstärke festzulegenden Anteil eines fusionierten MKH/KSS zu tauschen. Das hätte für die Mitarbeiter den wesentlichen Effekt, dass der nachhaltige Schutz von Arbeitnehmerrechten durch das öffentliche Arbeitsrecht nicht dem kirchlichen Arbeitgeberrecht weichen muss, das deutlich weniger Arbeitnehmerechte kennt.

Dem Vernehmen nach ist dies die Haltung der Mehrheit der im Aufsichtsrat vertretenen Fraktionen, was zu dem Beschlussinhalt geführt hat, dass der Aufsichtsrat dem Rat als Träger des KSS empfohlen hat, mit dem Hospitalverbund Hellweg als Träger des MKH zielführende Gespräche über eine qualifizierte Zusammenarbeit zwischen MKH und KSS (zur Hebung der gemeinsamen Synergieeffekte) zu führen. Ziel muss sein eine Sicherstellung der gesamten medizinischen Versorgung für die Bevölkerung in Soest und Umgebung unter Soester Regie.

Da CDU und FDP leider ihre Haltung schon öffentlich vor den Beratungen durch einen Antrag gegen eine den Kräften des KSS angemessene Verhandlungsposition festgelegt hatten, konnte die bisher langjährig geübte Gemeinsamkeit für eine Stärkung des Gesundheitsstandortes nicht gehalten werden. Diese Gemeinsamkeit hatte übrigens die SPD solidarisch beim vom Bürgermeister propagierten "Leuchtturmprojekt" namens Reha mitgetragen.


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten verunsichert durch Antrag von CDU und FDP

Es ist bekanntgeworden, dass sowohl in der Betriebsversammlung im Klinikum am Montag als auch in der Aufsichtsratssitzung am Dienstag die dringende Bitte an Bürgermeister und Geschäftsführer herangetragen wurde, ihre Kommunikationsmöglichkeiten darauf zu verwenden, mit der Mitarbeiter und Patienten verunsichernden Zeitungsente aufzuräumen, das Klinikum befinde sich in einer finanziellen Schieflage.


Das Land NRW und die Krankenkassen erkennen die Leistungsstärke an, Übertragung zusätzlicher Aufgaben.

Das Land NRW und die Krankenkassen erkennen die Leistungsstärke des KSS an und haben in ihrer Planung eine Erweiterung der Bettenzahl des Hauses um deutlich mehr als 10 % durch eine Ausweitung der ortsnahen Versorgung der Bürger im Bereich Neurologie vorgesehen. Eine Stroke Unit für das KSS ist damit absehbar.

Ebenfalls soll nach dem Willen dieser Entscheidungsträger die Zahl der hochqualifizierenden Ausbildungsplätze im Pflegebereich um 25 Plätze angehoben werden.

Dies sind deutliche Zeichen, dass an den Stellen, die die Versorgungslage in unserem Lande bestimmen, auch für die Zukunft mit den Versorgungsleistungen des Klinikums gerechnet wird und eine bestandsgefährdende Betroffenheit durch angebliche Mindestgröße für das KSS dort nicht festgestellt wird, zumal es das größte Krankenhaus im gesamten Kreis Soest ist.

Darüber hinaus erfüllt das Klinikum als einziges Haus in unserer Stadt die versorgungswirtschaftlichen Voraussetzungen zu Übernahme der für die Versorgung der Soester unverzichtbaren Notfalleinrichtung.


Klinikum hat 2017 einen beachtlichen Überschuss erwirtschaftet.

Auch im Jahre 2017 hat das Klinikum die von Rat und Aufsichtsrat einstimmig vor-gegebenen wirtschaftlichen Ziele mit einem Überschuss von über einer halben Million Euro uneingeschränkt erfüllt. Die Ertragskraft dieses auch unter marktüblichen Risiken versorgungsstark entwickelten Soester Unternehmens ist aber noch deutlich höher. Dies wurde in einer Informationsveranstaltung des Klinikums, an der auch die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen teilgenommen haben, nachgewiesen.


KSS ist auch ohne eine Fusion zukunftsfähig.

Dabei haben die Vertreter der Mitarbeiter, die Pflegedienstleitung, der ärztliche Direktor und die für das Controlling gewonnene Mitarbeiter klargemacht, dass das eingeleitetes Reorganisationsprogramm zur Freisetzung der Ertragskraft für die Absicherung der Finanzierung von Investitionen bereits greift. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der angestrebten Ziele war vor dem Hintergrund einer hochambitionierten Mitarbeiterschaft und des Unternehmensführungsteams so überzeugend, dass sich dem Vernehmen nach kein Mitglied des Aufsichtsrates einem Beschlussvorschlag für einen Auftrag an den Geschäftsführer zur Umsetzung der expertengeleiteten Analyseergebnisse verschließen konnte. Beide Gutachten der Unternehmensberater, auch das vom Bürgermeister selbst in Auftrag gegebene, stellen klar, dass das KSS in Alleinstellung ohne Frage zukunftsfähig ist. Dazu gehört auch die bereits vorgenommene Einstellung eines mit wichtigen Kompetenzen versehenen Verwaltungsdirektors und die nahtlose und hochkompetente Wiederbesetzung der Chefarztstelle Viszeralchirurgie.

Wir haben die große Chance, in Soest beide Häuser; die derzeit die lokale Grundversorgung sichern, zu einem regionalen Schwerpunktkrankenhaus auf einem Grundstück zusammenführen! Nur so sind die Synergieeffekte zu realisieren. Gerade dieses Ziel wird die lokale niedergelassene Ärzteschaft massiv unterstützen.



Benno Wollny
Pressesprecher der SPD-Fraktion
02921-61384
0176-96081111



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