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Zusatzinformationen

Termine

20. November 2017

Fraktionssitzung

Ort: Soest
25. November 2017

Neumitgliederseminar

Ort: Bielefeld
02. Dezember 2017

Neumitgliederseminar

Ort: Düsseldorf
Wolfgang Hellmich - Ihr Bundestagsabgeordneter für den Kreis Soest


Hauptinhaltsbereich

Wahlprogramm zur Schulpolitik

Beste Bildung vor Ort für alle

„Soest 2020“ lautet unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2014. Bis 2020 dauert die Amtszeit des gewählten Rates. Die Soester SPD hatte zum Thema „Bildung“ 10 präzise Programmaussagen vorgelegt. Sie gilt es umzusetzen.


  • Wir setzen uns für die zügige Erarbeitung eines Schulentwicklungskonzeptes für die Stadt Soest ein. Die Stadt Soest ergreift als zentraler Schulstandort und als Kreisstadt dabei die Initiative, um ein mit allen Nachbargemeinden und dem Kreis eine abgestimmte Schul- und Bildungspolitik sicher zu stellen.
    Der letzte Schulentwicklungsplan hatte weder die demografische Entwicklung berücksichtigt noch die Umsetzung der Inklusion. Auch der Ganztag sowie das längere gemeinsame Lernen standen nicht in diesem Plan. Der Schulkonsens NRW vom 19.107.2011war nicht absehbar.
    Daher hat die Verwaltung umgehend einen neuen Schulentwicklungsplan auf aktueller Datengrundlage vorzulegen, der mit den Nachbargemeinden und dem Kreis abgestimmt ist.
    Konkret:
    Wir werden einen Antrag zum Schulentwicklungsplan einbringen.


  • Die Stadt Soest ergreift gemeinsam mit Eltern und Schulen geeignete Maßnahmen, der sozialen Trennung im Bereich der Grundschulen, die durch die extrem unterschiedlichen Übergangsquoten zu den weiterführenden Schulen deutlich wird, entgegen zu wirken. Eine Wiedereinführung der alten Grundschulbezirke ist für die Soester Sozialdemokraten dabei genau so wenig ein Tabu wie eine Umwandlung von Bekenntnisgrundschulen zu Gemeinschaftsgrundschulen.
    Die acht Soester Grundschulen weisen Unterschiede auf im Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, im Anteil christlicher, nichtchristlicher und konfessionsloser Kinder, im Anteil von Kindern aus armen bzw. wohlhabenden Familien, in extrem unterschiedlichen Übergangsquoten zur Klasse fünf. Obwohl sie alle sehr gute Arbeit leisten, gilt es, der existierenden sozialen Trennung, die angesichts der Aufgabe von Grundschulbezirken erfolgt bzw. verstärkt wurde, entgegen zu wirken. Wir wollen Schulbezirke für Grundschulkinder. Wir unterstützen die Maßnahmen der Landesregierung zur leichteren Umwandlung von Bekenntnisschulen zu Gemeinschaftsgrundschulen.
    Konkret:
    Wir werden zeitnah Anträge stellen zu Grundschulbezirken und zur Umwandlung von Bekenntnisschulen.



  • Kindern und Jugendlichen in Soest wollen wir längeres gemeinsames Lernen ermöglichen. Dieses ist unserer Meinung nach in einer Gesamtschule am besten möglich. Dies entspricht dem Wunsch vieler Eltern nach einer Alternative zum achtjährigen Gymnasium. Ebenso bietet die Gesamtschule vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eines Schulabschlusses mit Abitur. Jedem soll die Chance auf einen bestmöglichen Schulabschluss geboten werden. Der Elternwille bestimmt unsere Kommunalpolitik.
    Das längere gemeinsame Lernen ist internationaler Standard. Es gehört seit fast 20 Jahren an der gefragtesten Soester Schule, der Hannah-Arendt-Gesamtschule, zum Grundprinzip. Gerade wegen dieses Erfolges wird die Gesamtschule in jedem Jahr von weit mehr Eltern nachgefragt als dort Platz besteht. Die Antwort der Ratsmehrheit hierauf lautete „Sekundarschule“. Diese Schulform bietet, als Ergebnis des „Schulkonsens NRW“, das längere gemeinsame Lernen an. Aber da sie keine eigene Oberstufe hat, können Kinder ohne Schulwechsel nicht ausreichend zahlreich in 9 Jahren zum Abitur gelangen. Denn die Kapazität der Oberstufe der Hannah-Arendt-Gesamtschule ist längst voll ausgeschöpft. Daher sollte der Fragebogen zur Sekundarschule 2015 unbedingt das längere gemeinsame Lernen mit seinen Alternativen Sekundarschule und Gesamtschule abfragen; der Elternwille hat für uns Priorität.
    Wenn z.B. die Nachfrage nach der Sekundarschule mehr als 4 Klassen (= 100 Kinder) umfassen sollte, fordern wir von der Stadt statt einer Sekundarschule eine weitere Gesamtschule. Begründung: Eine Oberstufe hätte dann zahlenmäßig eine gute Basis.
    Konkret:
    Wir werden in Anträgen den Elternwillen zum längeren gemeinsamen Lernen einfordern.
    Wir werden erneut einen Antrag zur dauerhaften Teilnahme von Elternvertretern im Schulausschuss stellen.



  • Die Inklusion, die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf in den Regelunterricht macht einen Bewusstseinswandel bei Lehrkräften, Eltern und Schülern in allen Schulformen notwendig. Die Stadt bietet ihnen die notwendige Unterstützung.
    Die Umsetzung der Inklusionsaufgabe darf sich nicht nur auf den Bereich Schule beschränken. Aber gerade hier muss für jeden Elternwunsch eine geeignete Lösung in den Regelschulen gefunden werden. Der Lift für den Rollifahrer reicht nicht!
    Die Förderschulen dürfen nicht pauschal und flächendeckend abgeschafft werden. Für den Förderschwerpunkt Lernen haben wir mit der Pestalozzi-Schule eine hervorragend ausgestattete und arbeitende Förderschule. Der Kreis Soest kann sich hier seinerseits andocken.
    Konkret: Wir werden einen Antrag „Pestalozzi-Schule“ stellen.


  • Wir wollen für den Ausbau weiterer Schulen mit verbindlichem Ganztagsbetrieb sorgen.
    Unsere Schulen müssen zunehmend weiter zu gebundenen Ganztagsschulen umorganisiert werden. Dieses Angebot fehlt zurzeit bei Grundschulen, Förderschulen, Realschule, Gymnasien sowie bei den (kreiseigenen) Berufskollegs. Die Stadt wird aufgerufen, Schulen für den gebundenen Ganztag zu motivieren sowie Anträge bei Bezirksregierung und Schulministerium zu stellen.
    Konkret:
    Wir werden die Stadt in einem Antrag zu mehr gebundenem Ganztag auffordern.



  • Der Stadtbücherei wird in den Aufbau und den Erhalt von Schulbüchereien an Ganztagsschulen eingebunden.
    Die Stadtbücherei soll eine wichtige Rolle bei Aufbau und Erhalt von Schulbüchereien an Ganztagsschulen übernehmen. Leseausweise von Schulbücherei und Stadtbücherei müssen identisch sein.


  • Die bestehende Kooperation der bislang vier gymnasialen Oberstufen in städtischer Trägerschaft wird gesichert, damit die Jugendlichen aus einem differenzierten Kursangebot wählen können. Langfristige Perspektive ist die Errichtung eines gemeinsamen Oberstufenzentrums.
    Die Kooperation der vier gymnasialen Oberstufen in städtischer Trägerschaft ist zu sichern und auszubauen; es sollten sich vier individuelle Profile entwickeln.
    Langfristiges Ziel muss die Errichtung eines gemeinsamen Oberstufenzentrums in Soest sein.


  • In allen weiterführenden Schulen wird der Übergang zum Berufsausbildungs- und Studiensystem sichergestellt. Niemand darf zurück gelassen werden.
    Alle weiterführenden Schulen sind seitens der Stadt für das Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss - KAOA“ der Landesregierung zu motivieren. Der Übergang vom Schul- zum Ausbildungs- und Studiensystem ist reibungslos, d.h. ohne Warteschleifen, zu gestalten. Niemand darf zurück gelassen werden. Denn wir dürfen uns keine jungen Menschen ohne Schulabschluss bzw. ohne Berufsabschluss leisten.
    Konkret:
    Wir werden in absehbarer Zeit die Stadt zum Bericht auffordern, ob tatsächlich alle Soester weiterführenden Schulen am Programm KAOA teilnehmen.



  • Zu einer hochwertigen fachlichen Qualifizierung des ErzieherInnenberufes führt das neue Studienangebot im Bereich Frühpädagogik der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Die Stadt unterstützt ebenso deren Plan, das Studienangebot zur Lehrerausbildung hin auszuweiten.
    Die Fachhochschule Südwestfalen hat mit dem neuen Studiengang Frühpädagogik eine Benchmark für eine hochwertige Ausbildung von Leitungskräften von KiTas entwickelt. Die Stadt Soest ist aufgerufen, diese Ausbildung zu unterstützen.


  • Die Volkshochschule Soest als wichtiger Baustein für die umfassende Bildung kooperiert mit den anderen Bildungseinrichtungen der Region. Die Stadt sorgt für eine angemessene Ausstattung und Unterstützung ihrer Arbeit. Die internationalen Aktivitäten der VHS stellen notwendige Verbindungen zu anderen Kulturen und Gesellschaften her.
    Die VHS Soest stellt einen wichtigen Baustein für die umfassende Bildung Erwachsener – im Sinne eines notwendigen lebenslangen Lernens – dar. Sie soll mit anderen Bildungseinrichtungen sowie Bildungsträgern der Region kooperieren. Die Stadt hat eine angemessene Ausstattung an Sachmitteln und an Personal bereit zu stellen. Die internationalen Aktivitäten der VHS schaffen intensive Verbindungen zu den Nachbarländern und zu anderen Kulturen und Gesellschaften.




    Damit gibt es viel zu tun.
    Wir fordern die anderen Fraktionen im Rat auf,
    egal, ob große Fraktion, ob kleine, ob ganz kleine,
    unsere Initiativen zu unterstützen.


    Benno Wollny, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion




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